Über mich

Ursprünglich habe ich Kunstgeschichte und Romanistik an der Universität Heidelberg und Hamburg studiert, mich jedoch letztendlich nach meinem abgeschlossenen Studium für den künstlerischen Weg entschieden. Die Malerei ist meine große Leidenschaft, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Sie ist für mich eine Art Meditation und eine fesselnde Herausforderung zugleich: Während ich male, fühle ich mich wie in eine andere Welt versetzt. Alles, was ich während des Arbeitens denke, fühle und erlebe steckt in dem jeweiligen Gemälde. Der Malprozess ist für mich dabei immer wieder aufregend: Aus Beobachtungen im Alltag, aus Geschichten, Erlebnissen und Gesprächen entstehen Ideen, die sich in meiner Vorstellung weiterentwickeln, bis sie ausgereift sind, um sie auf die Leinwand zu bringen und sich hierbei weiterhin entfalten. Ich habe keine formelle künstlerische Ausbildung, sondern versuche als Autodidaktin meine Malerei stetig weiterzuentwickeln, auch mithilfe der Kunstgeschichte.

Meine andere große Leidenschaft sind Tiere, die mich seit jeher faszinieren. Da Tiere häufig in Beziehungen zu Menschen stehen, im positiven sowie negativen Sinne, dauerte es nicht lange, bis ich begann das ambivalente Verhältnis zwischen Mensch und Tier im Alltag zu beobachten, zu analysieren und mich mit Tierethik und Tierrechte zu befassen. In diesem Moment fand diese Thematik auch immer mehr Einzug in mein künstlerisches Schaffen. Anfangs beschäftigte ich mich noch ausschließlich mit reinen Porträts von Tieren, um ihre Persönlichkeit und ihre Empfindungen künstlerisch sichtbar und fühlbar zu machen. Eine Einladung sich mit dem dargestellten Lebewesen zu beschäftigen und mit diesem bei der Betrachtung in Verbindung zu treten.

„Wenn unsere Augen Seelen statt Körper sehen würden, wie sehr anders wäre unsere Vorstellung von Schönheit.“ -Frida Kahlo

In meinem weiteren Schaffensprozess folgen seit geraumer Zeit Gemälde mit deutlicheren Aussagen Tiere nicht als geringwertig zu betrachten, sondern als Gleichgestellte, nicht als Ressourcen oder Waren, sondern Individuen und Handelnde. Um der tierausbeuterischen Selbstverständlichkeit im Alltag der Gesellschaft noch mehr visuelle Präsenz zu verleihen, nutze ich auch gerne sarkastische und satirische Darstellungen, in denen ich die Absurdität des Speziesismus pointiert verbildliche: Während die einen umsorgt und geliebt werden, werden andere Tiere diskriminiert, ausgebeutet und getötet.

Kunst kann Emotionen hervorrufen und vermitteln, einen Dialog mit den Betrachtenden entstehen lassen, zum Denken, Hinterfragen und zu Diskussionen anregen – Kunst kann Bewusstseinsbildung.

Mit meiner Malerei als Medium hoffe ich genau das zu erreichen: Meine Gemälde sollen nicht nur rein ästhetische Ausdrücke sein, sondern Tieren eine visuelle Präsenz verleihen, die Betrachtende berühren, diese zum kritischen Nachdenken anregen und dazu animieren, die speziesistische Weltsicht zu hinterfragen.

Für meine Werke bevorzuge ich Acrylfarben, da ich gerne mit kraftvollen und intensiven Farben arbeite. Da ich selbst vegan lebe, sind selbstverständlich auch all meine verwendeten Materialien dabei ohne tierliche Bestandteile.